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7 typische Irrtümer über Hunde

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Über Hunde gibt es eine ganze Reihe mitunter recht absonderlicher Mythen. Dass sich in puncto Erziehung oder Ernährung die Geister scheiden und die Wahrheit oftmals irgendwo dazwischen liegt – keine Frage. Bei manchen Dingen gibt es allerdings keinen Mittelweg, denn sie sind schlichtweg Unfug oder sogar gefährlich.

Wir haben 10 typische Irrtümer über Hunde herausgepickt, die immer wieder durchs Netz geistern und sich so in manchen Köpfen festsetzen:

1. Ein großer Garten ersetzt den Spaziergang

Wusstest du, dass ein Achtel des Gehirn eines Hundes ausschließlich mit der Verarbeitung von Gerüchen beschäftigt ist? Allein diese Tatsache macht deutlich, dass diese Superschnüffler es lieben, ständig neue Umweltreize, Gerüche und Umgebungen zu erkunden. Der eigene Garten – sei er noch so groß – genügt da leider nicht. Damit ein Hund physisch wie psychisch gefordert wird und sich wirklich wohl fühlt, solltest du ihm die Möglichkeit geben, immer wieder neues Terrain erkunden zu dürfen. Auch wenn es unter den verschiedenen Rassen und Typen erhebliche Unterschiede gibt, was den individuellen Bewegungs- und Erkundungsdrang angeht – laufen, rennen, buddeln und den Kontakt zu anderen Artgenossen lieben die meisten Hunde trotzdem.

2. Dein Hund schaut dir gerne in die Augen

So schön wir den Blickkontakt mit unserem Liebling auf finden – für Hunde bedeutet das lange Anstarren eher eine Drohgebärde. Unter ihresgleichen wird der starre Blick als stiller Streit um die Vorrangstellung benutzt. Und zwar so lange, bis einer der beiden Hunde wegschaut und damit signalisiert, dass der andere das Kräftemessen „gewonnen“ hat. Starren wir unserem Hund lange in die Augen, kann das daher irreführend für Bello sein.

3. Hundeerziehung ist bei kleinen Hunderassen nicht notwendig

In manchen Köpfen herrscht die Vorstellung, Hunderassen wie Chihuahua oder Zwergpudel bräuchten keine Erziehung, da sie aufgrund ihrer angezüchteten Anhänglichkeit gegenüber dem Menschen ohnehin kein Wässerchen trüben könnten. Das ist ein Trugschluss. Für den Vierbeiner gelten – ganz egal, wie groß er ist – die gleichen Verhaltensweisen, hierarchischen Denkmuster oder Führungsansprüche wie auch bei Terrier, Retriever oder Schäferhund. Eine liebevolle und konsequente Erziehung ist also auch hier unerlässlich.

4. Hunde dürfen alles essen, was Herrchen oder Frauchen essen

Ob nun versehentlich vom Tisch gefallen oder aktiv gefüttert – unsere Hunde werden viel zu häufig als Resteverwerter benutzt. Viele sind der Ansicht „Was dem Menschen nicht schadet, ist für den Hund sicher auch nicht schlimm“. Weit gefehlt! Rohe Eier, Zwiebeln, die Kerne von manchen Früchten (beispielsweise Weintrauben) oder aber Milch und Butter tun unserem Vierbeiner überhaupt nicht gut und können ihn mitunter sogar ernsthaft krank machen. Die Liste lässt sich noch weiter fortführen. Also bitte vorher genau informieren, bevor du deinem Hund mit einem vermeintlichen Festmahl ungewollt Schaden zufügst.

5. Käse verdirbt den Geruchssinn des Hundes

Auch wenn Käse sicherlich nicht zu den Hauptnahrungsmitteln eines Hundes gehört – der Mythos, dass er Bellos Geruchssinn verdirbt, ist völliger Unfug. Käse steckt voller Eiweiß, Kalzium, Vitamine und Mineralstoffe – kein Grund also, es unserem Vierbeiner vorzuenthalten. Sein Geruchssinn leidet darunter jedenfalls nicht.

6. Hunde springen nur hoch, wenn sie nicht richtig erzogen wurden

Niemand hat gerne Pfotenabdrücke auf seinen Kleidern. Warum also tut der Hund es immer wieder, obwohl Herrchen oder Frauchen ihm genau das ständig versuchen ihm das abzutrainieren? Hat hier schlichtweg die Erziehung versagt? Dafür müssen wir erst einmal die Nachricht hinter dem Hochspringen verstehen. Es ist nämlich das Zeichen einer freundlichen Unterwerfung. Wenn der Hund klein ist, dulden viele Menschen das Verhalten, finden es süß und animieren ihn sogar zusätzlich dazu. Wächst der Hund, wird es ihm plötzlich verboten – der Hund versteht die Welt nicht mehr und will daraufhin nur noch heftiger am Menschen hochspringen, um ihn zu beschwichtigen. Daher sollte man von klein auf dem Hund beibringen, dass das Hochspringen nicht erwünscht ist, indem man sich ruhig von ihm wegdreht und lobt, wenn er nicht springt.

7. Pinkelt ein Hund in die Wohnung, drückt man seine Nase in die Pfütze

Man hört es immer wieder, dabei ist das Tauchen der Nase in die Pfütze ein grausamer Vertrauensbruch, den unser Hund absolut nicht versteht. Egal, ob es sich dabei um einen Welpen handelt, der noch nicht stubenrein ist oder um einen älteren Hund, der plötzlich anfängt in die Wohnung zu machen. Bei Letzterem sollte man dringend nach den Gründen suchen. Angst oder eine Krankheit können dahinter stecken. Lautes Schimpfen und Bestrafen hat hier absolut nichts verloren. Passiert ein solches Missgeschick, sollte man den Hund lieber kommentarlos und schnell an einen Ort bringen, an dem er sich entleeren darf und die Pfütze ohne großes Aufsehens entfernen.