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Ratgeber

Die besten Hundespiele für drinnen

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Schmuddelwetter oder zu große Hitze zwingen dich dazu, die Spielrunde mit deinem Hund nach drinnen zu verlagern? Gar kein Problem! Vorausgesetzt, du kennst ein paar Hundespiele, die man einwandfrei in den eigenen vier Wänden durchführen kann. Wir zeigen dir hier fünf der beliebtesten Indoor-Spiele für Hunde.

Man unterscheidet gemeinhin zwischen fünf verschiedenen Kategorien unter den Hundespielen: Futterspiele, Such- und Bringspiele, Bewegungsspiele, Kunststücke und Denkspiele. Wir stellen nachfolgend aus jeder Kategorie eine beliebte Spielart vor, die sich wunderbar auch für drinnen eignet. 

1. Futterspiel: Leckerli finden

Das brauchst du: Leckerlis, einen Pappkarton, Zeitungspapier

Das wird geschult: Intelligenz und Geschicklichkeit

So funktioniert’s: Fülle den leeren Pappkarton mit zerknülltem Zeitungspapier und verstecke dazwischen ein paar Leckerlis. Dein Hund sollte dir dabei zuschauen, damit er überhaupt erst versteht, warum es sich für ihn lohnt, den Karton zu durchforsten.

Nachdem du deinem Hund ein Kommando gegeben hast, darf er mit der Suche beginnen. Je besser dein Hund in dieser Disziplin wird, desto mehr Zeitungspapier kannst du verwenden und umso größer kann auch der Karton ausfallen.

2. Such- und Bringspiel: Einen Duft aufspüren

Das brauchst du: Ein Stofftuch, Papiertücher, ein Haushaltsöl

Das wird geschult: Geruchssinn

So funktioniert’s: Dein Hund muss sich zunächst an den Duft des Haushaltöls gewöhnen. Das funktioniert, indem du ein paar Tropfen auf ein Stofftuch träufelst und zunächst einmal nur mit deinem Hund damit spielst. 

Anschließend präparierst du ein Papiertuch mit dem gleichen Duft und legst das Tuch vor deinen Hund auf den Boden. Jetzt kommt es ganz auf deine Reaktion an, wenn er an dem Tuch schnuppert: Du freust dich überschwänglich und tust so, als habe dein Hund etwas gefunden, das du schon lange vermisst hast.

Als nächstes wiederholst du den Durchgang mit zwei unterschiedlichen Papiertüchern, von denen nur eines mit dem Duft präpariert ist. Verharrt dein Hund länger bei dem Dufttuch, lobst du ihn.

Wenn du diesen Vorgang einige Male durchspielst, wird dein Hund begreifen, um was es bei dem Spiel geht und dass er das Tuch mit dem Duft finden soll. Jetzt kannst du das Spiel nach und nach schwieriger gestalten, indem du immer mehr  Tücher dazu nimmst und sie immer besser versteckst.

3. Bewegungsspiel: Ein Hindernis umrunden

Das brauchst du: ein Hindernis, Leckerlis zur Belohnung

Das wird geschult: Konzentration und Intelligenz

So funktioniert’s: Stelle dich gemeinsam mit deinem Hund etwa einen Schritt vor das Hindernis (zum Beispiel einen Stuhl). Steht der Hund zu deiner linken Seite, dirigierst du ihn mit der linken Hand einmal um das Hindernis herum. Wenn er auf der anderen Seite wieder auftaucht, gehst du einen großen Schritt zurück. Dein Hund wird dir in der Regel folgen wollen. Tut er es und vollendet somit die Bewegung um das Hindernis herum, belohnst du ihn mit einem Leckerli.

Hat der Hund verstanden, worum es geht, kannst du im nächsten Schritt ein Kommando einführen wie beispielsweise „Links herum!“. Anstatt dich am Ende einen Schritt vom Hindernis zu entfernen, bleibst du diesmal allerdings stehen. Hat dein Hund das Hindernis erfolgreich umrundet, wird er dafür belohnt.

Sobald der Hund den Ablauf besser kennt, kannst du die Entfernung zum Hindernis vergrößern und irgendwann auch die Richtung der Umrundung ändern.

4. Kunststück: Um die eigene Achse drehen

Das brauchst du: /

Das wird geschult: Konzentration und Koordination

So funktioniert’s: Dein Hund steht neben oder vor dir. Wichtig ist, dass du in dieser Position die Schnauze deines Hundes mit der Hand gut erreichen kannst. In deiner Hand befindet sich ein Leckerli, dass du ihm direkt unter die Nase hältst und dann in einem Bogen von dir weg drehst.

Folgt dein Hund deiner Hand in einer Kreisbewegung und nicht, indem er auf andere Art an das Leckerli herankommen will (zum Beispiel, indem er hochspringt), wird er belohnt.

Übe das Folgen der Kreisbewegung am besten in mehreren kleinen Etappen. Beispielsweise, indem du nicht gleich die volle Drehung übst, sondern erst einmal nur ein kleines Stück seitwärts. Dieses Kunststück wird so lange geübt, bis sich der Hund fehlerfrei einmal um die eigene Achse dreht und erst ganz zum Schluss dafür belohnt wird.

Wer bei diesem Spiel fleißig am Ball bleibt, schafft es am Ende sogar, dass der Hund sich (ganz ohne die dirigierende Hand) lediglich auf ein Kommando hin dreht.

5. Denkspiel: Leckerli unter dem Becher

Das brauchst du: mindestens zwei Becher, Leckerlis

Das wird geschult: Konzentration und geistige Ausdauer

So funktioniert’s: Verstecke vor den Augen deines Hundes ein Leckerli unter einem Becher und fordere ihn auf, sich das Leckerli zu holen. Lob ihn dafür, wenn er den Becher umwirft oder mit der Nase anstupst.

Jetzt nimmst du einen zweiten Becher hinzu und stellst ihn neben den anderen auf den Boden. Verstecke wieder ein Leckerli unter nur einem der Becher und lass deinen Hund dabei zuschauen. Steuert er abermals auf den richtigen Becher zu, lobe ihn überschwänglich dafür. Sollte er sich zunächst für den falschen Becher entscheiden, warte so lange ab, bis er sich dem richtigen Becher zuwendet.

Beherrscht dein Hund dieses Spiel, kannst du auch hier den Schwierigkeitsgrad erhöhen, indem du mehrere Becher ins Spiel bringst oder sogar die Becher vertauschst – ähnlich einem Hütchenspieler. Allerdings sollte die Bewegung dabei sehr ruhig und langsam erfolgen, damit dir dein Hund auch wirklich folgen kann. 

Ein wichtiger Tipp zum Schluss

Es ist ratsam, deinem Hund ein klares Start- und End-Signal zu geben, um ihm zu zeigen, wann es mit dem Spielen losgeht und wann eure Runde beendet ist. Das können Signale wie „Spielzeit!“ oder „Vorbei“ sein. So lieb und treu dein Begleiter auch schauen mag, wenn du das Spiel beendest – lass dich nicht überreden und bleibe konsequent. Nur so wird dein Hund lernen, deine Regeln zu akzeptieren