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Ein zweiter Hunde zieht ein. So werden Hunde miteinander vergesellschaftet

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Du und dein „alter“ Hund bekommen Zuwachs? Glückwunsch! Bevor du euren neuen Kumpel aber einfach mit zu dir nach Hause nimmst, solltest du erst einmal checken, ob beide Hunde überhaupt kompatibel sind. Anders gesagt: Wie macht man zwei Hunde miteinander bekannt und vergesellschaftet sie? Wir verraten es dir hier.

Du hast es sicher schon geahnt: Einen neuen Hund einfach mit nach Hause bringen und gewähren lassen – das funktioniert leider nicht. Das würde dir dein „alter“ Hund ziemlich krumm nehmen. Eine solche Hauruck Aktion würde sich im Zweifel auch nicht positiv auf das Verhältnis zwischen ihm und dem neuen Hund auswirken. Geduld, Zeit und eine scharfe Beobachtungsgabe sind jetzt oberstes Gebot.

Erstes Beschnuppern beim gemeinsamen Spaziergang

Ein neutraler Ort ist die beste Wahl, um zwei Hunde miteinander bekannt zu machen. Das funktioniert am einfachsten bei einer Gassirunde auf einer Strecke, die beide Hunde noch nicht kennen und auf die somit auch keiner von beiden “territoriale Ansprüche” erhebt.

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Dort können sich die beiden ganz in Ruhe kennenlernen und zum ersten Mal aus der Ferne beschnuppern. Dabei solltest du beide Hunde angeleint lassen (zur Not kann auch ein Maulkorb hilfreich sein). Wichtig: Direkter Kontakt an der Leine ist auf keinen Fall empfehlenswert! Die Hunde können angeleint nicht frei körpersprachlich kommunizieren. Unsicheren Hunden gibt das Kennenlernen auf Distanz mit Leine eine gewisse Sicherheit. Nun ist deine Beobachtungsgabe gefragt und du solltest die Reaktion beider Hunde ganz genau unter die Lupe nehmen. Ist die Situation entspannt?

Vermeide es, beide direkt in eine Konkurrenzsituation zu bringen oder Eifersucht bei deinem eigenen Hund zu schüren, indem du dich sehr ausgiebig um den neuen Hund kümmerst. Lass beiden die nötige Zeit und Ruhe, sich ganz entspannt kennenzulernen.

Beim gemeinsamen Spaziergang (weiterhin ohne direkten Kontakt) können die Hunde (immer noch angeleint) entweder an den jeweiligen äußeren Seiten laufen oder aber hintereinander. Dabei ist es ratsam, den etwas unsichereren Hund hinten laufen zu lassen, damit er in der Hundespur des selbstbewussteren Hunds laufen und diese ganz in Ruhe aufnehmen kann.

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Die Situation ist immer noch entspannt? Dann kannst du beide Hunde nun von der Leine nehmen und schauen, wie die Kommunikation der beiden untereinander aussieht. Alles bestens? Super!

Junger Wilder trifft auf abgeklärten Hasen

In den häufigsten Fällen ist es so, dass zu einem bereits etwas älteren Hund ein neuer, junger Hund (oder sogar ein Welpe) hinzukommt. Das stellt deinen „alten“ Hund tatsächlich vor ein paar Herausforderungen. Denn hier es gilt nicht nur, sich an einen neuen Mitbewohner zu gewöhnen, sondern obendrein auch, einen recht hibbeligen, verspielten Zeitgenossen in seine Schranken zu weisen.

Gerade Welpen, die noch nicht die Möglichkeit hatten, zu lernen, wie man mit anderen Hunden kommuniziert, reagieren oft übermütig und sind in ihrem Verhalten noch recht stürmisch. Der ältere Hund wird in diesem Fall versuchen, den jungen Hund zu erziehen. Das ist vollkommen normal und etwas, was du auch nicht unterbinden solltest. Lass deinen Hund ruhig gewähren (natürlich nur, solange das Tadeln durch deinen Hund in Maßen geschieht), denn er bringt dem jungen Wilden damit wichtige Dinge bei. Er erzieht ihn quasi mit.

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Übrigens: Oft läuft die Vergesellschaftung gegengeschlechtlicher Tiere friedlicher ab, als wenn man zwei Rüden oder zwei Hündinnen aneinander gewöhnen möchte. Das lässt sich allerdings nicht pauschalisieren, weil jeder Hund nun einmal anders ist und seinen eigenen Kopf hat.

Teile mit Weile …

Bei aller Freude über den jungen Welpen – vergiss bitte deinen alten Kumpel nicht! Er sollte nicht plötzlich nur noch die zweite Geige spielen und in all seinen bisherigen Privilegien beschnitten werden zugunsten des Neuankömmlings.

Daher solltest du nach der Ankunft des neuen Hundes bereits alle wichtigen Dinge wie Hundebett, Futter- und Wassernapf und auch Spielzeug parat haben, damit sich dein neuer Kumpel nicht gleich an den Dingen deines alten Hundes „vergreift“. Das würde nur unnötig für Streit und Eifersucht unter den Hunden führen. Sobald die Hunde längere Zeit miteinander leben, ist Teilen ganz selbstverständlich. In der Anfangszeit solltest du hier aber auf eine strikte Trennung achten.

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Ein erfahrener Hundetrainer hilft weiter

Du bist immer noch nicht sicher, ob sich die beiden wirklich gut verstehen und das Zusammenleben auf Dauer gut geht? Viele Hundetrainer bieten die Möglichkeit, zu dir nach Hause zu kommen, um sich die Situation einmal vor Ort anzuschauen und mit einem fachmännischen Blick von außen die Lage einzuschätzen. Nutze dieses Angebot, wenn du Zweifel hast.

Fazit: Gib den Hunden Zeit und sei ehrlich zu dir selbst!

Auch wenn Hunde bekanntlich Rudeltiere sind – ein neuer Hund im eigenen Zuhause bedeutet trotzdem immer erst einmal Konkurrenz. Auch wir Menschen möchten nicht mit jeder x-beliebigen Person eine WG führen. Die Chemie muss eben stimmen und das ist bei Hunden nicht anders. So gerne du auch einen ganz bestimmten zweiten Hund bei euch aufnehmen möchtest – lass deinen Hund bitte immer mitentscheiden. Nur so kannst du auf Dauer eine friedliche und gesunde Koexistenz mit deinen haarigen Kumpels führen.

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