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Hund an Bord! So fährst du entspannt mit deinem Hund im Auto

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Hunde sind von Natur aus entspannte Beifahrer, während Katzen das Autofahren hassen. Obwohl man diese Aussage immer wieder hört – ganz so einfach ist es mit Hunden und dem Autofahren dann doch nicht. Damit sich Hunde im Auto wirklich wohlfühlen und ohne Stress und vor allem gefahrlos mit uns mitfahren können, braucht es viel Geduld, Einfühlungsvermögen und mitunter ein paar hilfreiche Tricks. Wir verraten euch hier die wichtigsten.

Das Bild vom glücklichen Hund, der genüsslich seine Nase aus dem Autofenster hält und den Fahrtwind genießt – wir kennen es alle. Und es stimmt wohl: Hunde sind meist die wesentlich entspannteren Mitfahrer als Katzen, denen das Autofahren in den meisten Fällen so gar nicht geheuer ist. Dass unser Hund aber wirklich problemlos ins Auto springt und sich während der Fahrt wohlfühlt, ist kein Selbstläufer. Hier die wichtigsten Regeln für entspanntes Autofahren mit Hund:

1. Sicherheit ist das A und O

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Ein Hund muss im Auto immer gesichert werden. So will es die Straßenverkehrsordnung – andernfalls können Frauchen oder Herrchen mit einem Bußgeld zwischen 35 und 75 Euro rechnen. Das ist keine Schikane, sondern der Sicherheit aller Insassen geschuldet. Um einmal zu verdeutlichen, was im Falle eines Falles passieren kann: Es reicht bereits ein Aufprall bei 50 km/h, damit ein nicht gesicherter Gegenstand im Auto das Dreißigfache seines Eigengewichts erreicht und zum tödlichen Geschoss wird. 

2. Die richtige Transporthilfe wählen

Es gibt inzwischen unzählige Varianten an Transporthilfen für Hunde auf dem Markt. Gitter, Boxen, spezielle Anschnallgurte … Hier kann man leicht den Überblick verlieren. Der ADAC hat jüngst einen Crashtest mit Tier-Dummys durchgeführt und die verschiedenen Systeme getestet. Deren Ergebnis: Die sicherste Möglichkeit, Tiere im Auto zu befördern, seien Transportboxen, die im Fußraum der Rücksitze oder im Laderaum direkt hinter den Sitzlehnen platziert werden, kombiniert mit einem Trenngitter oder Trennnetz. Hier geht’s zum ausführlichen Testergebnis …

3. Welpen nicht gleich überfordern

Viele Züchter achten darauf, dass Welpen von Beginn an ans Autofahren gewöhnt werden. Trotzdem solltest du ein wenig mehr Zeit für die Fahrt einplanen, wenn du deinen jungen Hund beim Züchter abholst. Am besten sitzt eine Person neben dem Welpen auf der Rückbank. Lass ihn bitte nicht allein im Heck oder Fußraum deines Wagens. Daran kannst du ihn später immer noch gewöhnen. Das Radio sollte jetzt erst einmal Sendepause haben und eine hektische Fahrweise ist selbstverständlich auch tabu. Ist die Strecke sehr lang, bitte ausreichend viele Pausen einlegen, in denen der Hund auch etwas trinken kann.

4. Ältere Hunde behutsam ans Auto gewöhnen

Ältere Hunde, die noch keine Erfahrung als Beifahrer gesammelt haben, sollte man ganz langsam und schrittweise ans Auto gewöhnen. Beispielsweise, indem man erst einmal den Kofferraum öffnet, den Hund hereinspringen und schnuppern lässt. Der nächste Schritt wäre, den Motor im Stand laufen zu lassen, damit sich dein Hund an das Geräusch gewöhnt. Als nächstes fährst du probehalber langsam eine kleine Strecke mit deinem Hund an Bord. So kann man Schritt für Schritt und stressfrei den Hund an das Auto gewöhnen.

5. Bei Übelkeit – sofort rechts ran!

Benzingeruch, Lärm, vorbeirauschende Landschaften – einigen Hunden wird während des Autofahrens übel. Das Gleichgewichtsorgan ist nämlich nicht dafür geschaffen, Bewegungen von außen auszugleichen. Fängt dein Hund während der Fahrt plötzlich ungewöhnlich stark an zu hecheln und zu speicheln, herumzutippeln oder wirkt er unruhig – bitte bei nächster Gelegenheit rechts ran fahren und dem Hund genügend Zeit geben, sich wieder zu beruhigen.

6. Bei Bedarf für einen Sichtschutz sorgen

Nicht jeder Hund schaut während der Fahrt gerne der vorbeiziehenden Landschaft zu. Einige Tiere bekommen sogar erst richtig Angst beim Blick durchs Autofenster. Hier hilft es beispielsweise, die Hundebox mit einem Tuch abzudecken oder die Box in den Fußraum des Wagens zu stellen.