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Hund beim Doc: Warum Impfen wichtig ist

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Viele Infektionskrankheiten unseres Hundes verlaufen sehr schwer, einige sogar tödlich. Glücklicherweise gibt es Impfungen, die unseren Vierbeiner sicher schützen. Wir geben dir einen Überblick über die gängigsten Impfungen für Hunde.

Warum überhaupt den Hund impfen lassen?

Das Impfen von Hund und Katze gerät immer wieder in die Diskussion und es gibt häufig Stimmen, die das Impfen und dessen Auffrischung gerne abschaffen würden aufgrund von hohen Kosten, Nebenwirkungen etc.

Tatsächlich gibt es neuere Studien, die nachweisen, dass der Impfschutz mitunter wesentlich länger hält als ein Jahr. Trotzdem sollte man nicht gänzlich darauf verzichten, denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass durch das regelmäßige Impfen viele gefährliche Krankheiten für unsere Lieblinge eingedämmt werden konnten. Dazu zählen einige Infektionskrankheiten, die unseren Vierbeinern unter Umständen schnell das Leben kosten können.

Gegen die folgenden fünf Krankheiten müssen Hunde verpflichtend geimpft werden:

Staupe: Hierbei handelt es sich um eine hochansteckende Virusinfektion (nicht gefährlich für den Menschen), die vor allem Junghunde und Welpen aus unhygienischer Haltung betrifft. Je nach Art der Staupe, leiden die Hunde unter Erbrechen und Durchfall (Darmstaupe), Husten, Atemproblemen und Lungenentzündung (Lungenstaupe) oder unter Krämpfen und Lähmungen (Nervenstaupe). In den meisten Fällen verläuft die Krankheit tödlich für den Vierbeiner.

Leptosipirose: Diese bakterielle Infektion, die auch „Stuttgarter Hundeseuche“ genannt wird, wird vor allem von Ratten und Mäusen übertragen. Nieren, Magen und Darm des Hundes werden befallen und die Krankheit äußert sich darin, dass der Hund an Durchfall, Erbrechen, Fieber und manchmal auch Atemproblemen leidet. Nur, wenn die Krankheit in einem sehr frühen Stadium erkannt wird, kann dem Hund noch geholfen werden. Leptosipirose ist zudem auch auf uns Menschen übertragbar.

Parvovirose: Von dieser Virusinfektion sind vor allem Welpen und Junghunde bis zum 6. Monat betroffen. Die Übertragung erfolgt meist über den Kot bereits infizierter Tiere. Ist der Hund erkrankt, wirkt er matt, zittrig, hat blutigen Durchfall und muss häufig erbrechen. Nach einer Genesung leiden betroffene Hunde oft an bleibenden Herzschäden. Häufig endet die Krankheit aber auch mit dem Tod. Für den Menschen besteht hingegen keine Gefahr.

Hepatitis: Diese Viruserkrankung geht mit hohem Fieber, Teilnahmslosigkeit und Ausfluss aus Nase und Augen einher. Oft verläuft die Hepatits beim Hund innerhalb weniger Stunden tödlich. Schafft der Hund es, bleiben meist Folgeschäden zurück. Der Hund scheidet das Virus immer noch mit dem Kot aus und ist somit auch weiterhin ansteckend.

Tollwut: Die Tollwut wird über den Speichel bereits erkrankter Tiere übertragen. Der Fuchs gilt immer noch als Hauptüberträger der Krankheit. Ist der Hund befallen (beispielsweise durch einen Biss), wirkt er unruhig bis apathisch. Sein Verhalten schwankt von sehr ängstlich bis hin zu äußerst aggressiv. Oft speicheln die Hunde stark und es kann zu epileptischen Anfällen, Krämpfen und Lähmungen kommen. Die Tollwut verläuft immer tödlich und ist auch für den Menschen höchst gefährlich.

Impfplan für Hunde*

7./8. Woche: Staupe, Leptosipirose, Parvovirose, Hepatitis

11./12. Woche: Staupe, Leptospirose, Pavovirose, Hepatitis, Tollwut

15./16. Woche: evtl. eine Wiederholung der Tollwut-Impfung

15. Monat: Staupe, Leptosipirose, Parvovirose, Hepatitis, Tollwut

jährlich: Wiederholungsimpfungen

*Wichtig: Impfempfehlungen für Haustiere sind immer wieder im Umbruch. Nicht jede Impfung muss jährlich wiederholt werden. Mittlerweile gibt es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Tollwut, der für mindestens drei Jahre schützt. Daher solltest du deinen Tierarzt nach dem aktuellen Stand befragen.

Zudem gibt es noch eine Reihe von Wahlimpfungen, die unter Umständen sinnvoll sein können. Hierzu zählen Impfungen gegen …

… Zwingerhusten (Parainfluenza)

… Borreliose

… Babesiose (Hundemalaria)

… Leishmaniose

… Pilzinfektionen

Hier entscheiden die individuellen Lebensumstände darüber, ob eine solche Impfung ratsam ist oder nicht. Im Zweifel solltest du deinen Tierarzt fragen, welchen zusätzlichen Schutz er für deinen Hund angebracht hält.

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