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Hundeerziehung – so erziehst du deinen Hund richtig

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Nach dem Einzug des Hundekindes sollte man am besten nicht lange abwarten, sondern gleich mit dem Training beginnen, es stubenrein zu bekommen. Die erste Regel für uns Menschen ist dabei, Ruhe und Geduld zu zeigen, denn es wird eine Weile dauern, den kleinen Schützling völlig stubenrein zu kriegen. Wenn auch das ein oder andere Malheur passiert, wäre es ein Fehler, den jungen Hund auszuschimpfen oder zu bestrafen. Derartige Dinge sind in der Hundeerziehung tabu.

In den ersten Tagen sollte der kleine Welpe immer wieder nach draußen gebracht werden, um sich nicht im Haus erleichtern zu müssen, vor allem aber direkt nach dem Aufwachen, dem Spielen und Fressen. Eine gute Beobachtungsgabe ist gefragt, um herauszufinden, wie sich das Hundekind verhält, wenn es sein Geschäft verrichten muss. Wirkt es unruhig und fängt an, intensiv an zu schnuppern, ist dies ein Hinweis darauf, dass es sich entleeren muss. Junge Hunde urinieren sehr viel häufiger, daher ist es immer besser, einmal zu viel an die Luft gegangen zu sein als einmal zu wenig. Hat sich der Welpe draußen erleichtert, sollte er unbedingt gelobt werden, damit er das Erlebnis positiv abspeichert. Er lernt, dass es gut ist, sein Geschäft draußen zu erledigen. Er wird viel Spaß daran haben, stubenrein zu werden. Wörter wie: „mach Pipi“ helfen dabei, dass der Welpe auch in Zukunft bereit ist, sich auf diese Hundekommandos zu entleeren.

Abends vor dem Schlafengehen sollte der Welpe unbedingt noch einmal vor die Türe gehen, damit er schnell lernt, möglichst durchzuschlafen.

Hundeerziehung des Welpen, Fehler vermeiden

Damit Zwei- und Vierbeiner gut zusammenleben können, ist die Erziehung des Hundes unerlässlich und er muss Regeln befolgen lernen. Auf Straßenverkehr, Menschenmassen und das Treffen auf andere Artgenossen muss angemessen reagiert werden, damit es nicht zu Zwischen- oder gar Unfällen kommt. Der Welpe muss also schnell lernen, den gegebenen Hundekommandos zu folgen, jedoch ist beim Training ein gesundes Mittelmaß gefragt, um das Tier nicht zu überfordern. Die Hundeerziehung hat den größten Erfolg, wenn der Welpe in seiner Prägephase lernt, d. h. bis zur 20. Lebenswoche. Hier nutzt man am einfachsten die Spielphase, um kurze Lern- und Übungseinheiten einzubauen, die konsequent ausgeführt werden. Erfolge werden positiv durch Belohnung mit kleinen Leckerchen, Lob, Streicheleinheiten oder anderen positiven Reaktionen gestärkt. Auch das Clickertraining hat sich als Unterstützung im Alltag gut bewährt. Negativem Verhalten wird keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt, der Welpe nicht angesprochen oder angefasst, damit er keine positive Verstärkung damit verbindet. Das Hundekind muss lernen, dass gewisse Verhaltensweisen eine negative Reaktion auslösen, aber auf Bestrafungen jeglicher Art ist unbedingt zu verzichten. Langeweile in der Hundeerziehung ist einer der größten Fehler, denn es stellt sich schnell Unlust auf das Lernen ein und der Welpe lässt sich schnell durch andere Dinge ablenken. Das Schaffen von interessanten Reizen, wie durch das Arbeiten mit dem Clickertraining, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, ist in der Lern- und Übungsphase sehr wichtig. Erlerntes sollte mit dem Hund immer wieder geübt werden, damit er nichts vergisst. Spaziergänge oder kleine Übungseinheiten zu Hause bieten sich immer wieder für kleine Lektionen an.

Hundekommandos in der Hundeerziehung

Ohne Kommandos an den Hund funktioniert ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Hund leider nicht, es braucht aber viel Geduld, bis diese beherrscht werden. Die grundlegenden Hundekommandos sind:

– „Hier“: eines der wichtigsten Kommandos in der Hundeerziehung, um den Hund in jeder Situation zurückrufen zu können.

– mit „Aus“ oder „Nein“ soll der Vierbeiner lernen, von Dingen abzulassen, damit er nichts für ihn Schädliches frisst, wie Kleidungsstücke oder giftige Objekte im Freien.

– „Sitz“ ist im Alltagsleben immer wieder nützlich, um seinen Hund für kurze Zeit „zu parken“, um vielleicht den Kofferraum zu beladen oder das Futter für den Liebling in Ruhe zubereiten zu können.

– „Platz“ ist der Befehl, mit dem der Hund zu Ruhe gebracht werden kann – der Vierbeiner soll sich hinlegen und für längere Zeit auf einer Stelle verweilen, wie zum Beispiel im Restaurant oder wenn Besuch zu Hause ansteht.

– „Bei Fuß“ soll der Hund gehen, um die Kontrolle in Situationen zu behalten, die nicht einzuschätzen sind. Beispielsweise wenn sich fremde Personen oder Radfahrer nähern. Es ist wichtig, dass der Hund lernt, in solchen Situationen immer nebenher zu laufen. Somit gerät der Hund auch nicht in Versuchung, sich Menschen in den Weg zu stellen.

– „Stopp“ ist zwar kein klassisches, aber dennoch sehr nützliches Kommando, wenn man beispielsweise eine Straße überqueren oder den Hund an die Leine nehmen möchte.

– „Schau“ lenkt die Aufmerksamkeit des Hundes auf den Menschen und ist immer dann hilfreich, wenn man den Vierbeiner von etwas ablenken möchte, beispielsweise wenn ein anderer Hund entgegenkommt.

Kommunikation in der Hundeerziehung

Das Wichtigste in der Kommunikation und der Hundeerziehung sind klare Signale, dessen Bedeutung der Hund von seinem Menschen lernen muss. Dabei müssen immer die gleichen Wortsignale eingesetzt werden, aber auch die Körpersprache muss gleichbleiben. Wir sollten uns nicht vormachen, der Hund könnte verstehen, was wir sagen; der Vierbeiner erkennt nur den Klang unserer Stimme und die Körperhaltung, die wir dabei einnehmen. Unser Schützling muss positive Signale von uns empfangen, um zu folgen. Ständige negative Aktionen rufen Fehler in seinem Verhalten hervor, er wird sich von uns abwenden und ignorieren. Auch den Sinn langer Sätze können Hunde nicht erkennen, und das eigentlich gegebene Hundekommando wird darin untergehen. Kurze prägnante Worte wie „Sitz“, „Platz“ oder der Hundenamen sind jedoch leicht zu erlernen.

Wichtig in der Hundeerziehung ist es, konsequent zu bleiben; ein Hund, der heute auf das Sofa darf, wird morgen nicht verstehen, wenn es verboten wird. Als Hundehalter muss man sich immer vor Augen halten, was man von seinem Hund erwartet, und dieses auch in der Familie besprechen. Der Vierbeiner kann nur effektiv arbeiten, wenn er von allen Mitbewohnern die gleichen Tabus sowie Kommandos erhält.

Eine grobe Behandlung des Hundes ist in der Hundeerziehung und dem Zusammenleben uneffektiv; ein Tier, das Angst haben muss, wird nicht lernen und steht nur unter Stress. Es wird nie eine von Vertrauen geprägte Beziehung zum Menschen aufbauen können.