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Ratgeber

Sport für Halter und Hund

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Jeder Hund will beschäftigt sein. Da jedoch heute unsere Vierbeiner nur noch selten als Arbeitshunde eingesetzt werden, muss der Halter andere Betätigungen finden, um die Gesundheit und Ausgeglichenheit des Tieres zu erhalten und es je nach Hunderasse artgerecht zu beschäftigen. Hundetrainer und Hundeschulen bieten ein reichhaltiges Angebot an Obedience-Kursen, Agility-Parcours und weiteren Herausforderungen für Hund und Besitzer an. Da Hunde neben der körperlichen auch die geistigen Fähigkeiten trainieren müssen, gehören Geschicklichkeitsübungen und Mentaltraining zu den beliebtesten Sportarten.

Freizeit mit dem Hund

Wer sich für einen Hund entscheidet, verpflichtet sich zu einem aktiven Alltag. Hunde wollen an die frische Luft, manchmal mehr, manchmal weniger – das ist abhängig von der Gesundheit des Tieres, dem Alter, der Rasse, dem Gewicht und von äußeren Bedingungen wie dem Wetter.

Raus in die Natur

Hunde wollen raus in die Natur und sich bewegen. Der Halter kann mit einem Besuch bei Freunden oder im Fitnessstudio neue Energie tanken, Kontakte pflegen und sich fit halten. Der Hund braucht dafür seinen Auslauf und Spaziergänge. In den letzten Jahren haben sich jede Menge Möglichkeiten etabliert, im Verein mit anderen Tierbesitzern anspruchsvolles Halter- und Hundetraining zu betreiben, um dem Hund eine zusätzliche sportliche und auch intellektuelle Beschäftigung zu bieten.

Welche Sportart für welchen Hund?

Welche Sportart für den Hund sinnvoll und geeignet ist und wie stark Geschicklichkeit, Gehorsam und Anstrengung im Vordergrund stehen sollen, ist immer eine sehr individuelle Entscheidung. Sie muss unter Berücksichtigung von Größe, Alter, Hunderasse und Neigung des Hundes getroffen werden.

Hundesportarten – Was es neben Gassigehen noch alles gibt

Für die Gesundheit ist neben der richtigen Ernährung auch die regelmäßige Bewegung ausschlaggebend. Das gilt nicht nur für den zweibeinigen Halter, sondern auch für den Hund. Waren bis vor einigen Jahren Hundebesitzer auf sich alleine gestellt, wenn es um die sinnvolle und intensive Beschäftigung der Hunde ging, gibt es heute eine bunte Palette von Hundesportarten, in denen sich Hund und Besitzer beweisen können. Ob alleine im Garten, im Verein oder in Gruppen, Hundesport macht Spaß, fördert die Gesundheit und stärkt die Bindung.

Agility Training mit dem Hund

Eine der populärsten Hundesportarten in Westeuropa ist Agility, auf Deutsch übersetzt: Gewandtheit oder Behändigkeit, und genau darum geht es bei diesem Hundesport. Auf einer Streckenlänge von 100 bis 200 Metern müssen die Hunde bis zu 20 verschiedene Hindernisse fehlerfrei und so schnell als möglich überwinden.

Der Hund wird über die Stimme geführt

Reifen, Wippe, Mauer, Tunnel, Schrägwand oder Slalom, das Tier wird durch die Stimme und Gesten des Halters durch die verschiedenen Aufgaben geführt. Hilfsmittel wie zum Beispiel eine Leine oder Clicker sind beim Agility nicht erlaubt.

Positive Auswirkungen der Hundesportart Agility

Dieser Hundesport wirkt sich positiv auf die Bindung zwischen Halter und Hund aus. Zum Training gehören neben den sportlichen Aufgaben auch Gehorsamkeitsübungen. Die müssen beherrscht werden, denn das Tier muss perfekt auf seinen Besitzer hören, um den Parcours fehlerfrei zu bewältigen.

Hundesportart Dog Frisbee

Dog Frisbee will gelernt sein. Das gilt nicht nur für den Hund, sondern auch für die Menschen. Wer zum ersten Mal dem wartenden Hund die Scheibe zuwirft, erlebt oft eine Überraschung. Hat der Hundebesitzer nämlich die Schleudertechnik nicht gelernt, bohrt sich die Plastikscheibe nach einem schrägen Bogen in die Grasnarbe. Nach so einem Wurf kann kein Hund der Welt die Scheibe fangen.

Dog Frisbee – Die Wurftechnik entscheidet über den Erfolg

Die Grundlage für Frisbee ist demnach die Wurftechnik des Halters. Nur dann hat der Hund eine Chance, die Scheibe zu fangen. Es ist das Zusammenspiel mehrerer Komponenten, die diesen Hundesport so interessant macht: Halter, Hund, Wurftechnik und Kontrolle.

Hundesport Flyball – Spielen mit der Ballbox

Flyball zählt zu jenen Hundesportarten, die für alle Rassen geeignet ist. Der Sport stammt aus England und es handelt sich um einen Mannschaftswettbewerb. Der Hundebesitzer gibt ein Kommando und das Tier muss am Weg zur Ballmaschine mehrere Hürden alleine überwinden. Bei der Ballbox angekommen, löst der Hund mit seiner Pfote einen Kontakt aus und es wird ein Tennisball herausgeschleudert. Diesen muss der Hund mit der Schnauze aufnehmen und wieder die Hürden bewältigend, zurück zum Start laufen. Erst wenn das Tier das Ziel erreicht hat, darf der nächste Hund starten.

Hundesport Obedience

Bei Obedience müssen Halter und Hund verschiedene Übungen meistern. Es geht ausschließlich um Gehorsam. Eine Herausforderung ist die Distanzarbeit, bei der geprüft wird, ob der Hund auch im Abstand zum Halter bereitwillig gehorcht.

Obedience-Prüfungen in verschiedenen Leistungsstufen

Die Prüfungen werden in verschiedenen Leistungsstufen durchgeführt: Beginnerklasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3. Haben es Hund und Halter in die Klasse 3 geschafft, können sie an Europa- und Weltmeisterschaften teilnehmen.

Pflichtübungen müssen erfüllt werden

In der Beginnerklasse müssen Pflichtübungen erfüllt werden. Großer Wert wird auf die Wesensüberprüfungen des Tieres gelegt. In den Leistungsklassen 1, 2, und 3 wird die Leistungsanforderung ständig gesteigert.

Hundesport Dog Dancing

Viele Menschen denken, dass hinter der perfekten Vorstellung beim Dog Dancing Drill steckt, doch das Gegenteil ist der Fall. Diese Hundesportart erlaubt es dem Halter, auf die natürlichen Bewegungen und Veranlagungen seines Tieres Rücksicht zu nehmen.

Grundgehorsamsübungen werden zum Vergnügen

Der Hundehalter muss das Tier gut beobachten. Im Alltag zeigt der Hund genau, was ihm Spaß macht und was nicht. Diese Bewegungen bekommen vom Besitzer einen Namen und werden gezielt trainiert. Zum Beispiel wird aus einem verschlafenen Strecken später eine Verbeugung. Aber auch Übungen wie das Bei-Fuß-Gehen werden beim Dog Dancing zu einer unterhaltsamen Aufgabe. Das funktioniert, solange der Hundebesitzer Rücksicht auf die Gesundheit und körperliche Beschaffenheit seines Hundes nimmt.

Große und kleine Hunde haben Spaß

Oft können große Hunde keinen Slalom zwischen den Beinen des Halters laufen, da sie ihn aufgrund der Größe einfach umwerfen würden. Andererseits kann für sehr kleine Hunde der Sprung über einen gesenkten Arm noch immer viel zu hoch sein. Das macht jedoch nichts, weil diese Hundesportart so facettenreich ist, dass für jede Hunderasse die passende Übung dabei ist.

Die Choreografie und das Tanzen zur Musik

Hat der Hund ein gewisses Repertoire an unterschiedlichen Bewegungen und Kunststücken erlernt, kommt der etwas schwierigere Teil der Ausbildung, die Choreografie. Ist der Hund eher ruhig, empfiehlt es sich, ein langsames Lied zu wählen. Beim Jack Russell hingegen darf es schon ein Stück mit schnellerem Rhythmus sein. Eine zweite Person kann kontrollieren, ob Schrittfolge, Ausführung und Musik miteinander harmonieren.

Hundesport Mondioring

Bei diesem, von der FCI anerkannten Wettkampfsport entscheidet das Los über die Reihenfolge der unterschiedlichen Übungen. Mondioring setzt sich aus den Disziplinen Bewachung, Unterordnung und Schutzdienst zusammen. Das bedeutet, dass diese Hundesportart die bekanntesten Schutzhundesportarten beinhaltet. Wesentlich ist, dass Gegenstände, Prüfungsabläufe und Geräusche immer wieder verändert werden.

Die Hundesportart Canicross

Canicross stammt ursprünglich aus Frankreich und kann von jedem sportlichen Halter ausgeübt werden. Es gibt drei Formen bei diesem Hundesport: Beim Canicross-Lauf läuft der Hundehalter hinter dem Hund her. Das Tier ist mit dem Läufer durch eine an einem Bauchgurt befestigte Leine verbunden. Beim Bikejörning ist die dehnbare Leine an einem Mountainbike befestigt und der Hund läuft ebenfalls vorweg. Und im Winter folgt der Hundebesitzer beim Skijöring seinem an der Zugleine befestigten Tier auf Skiern.

Tipps für mehr Bewegung im Hundealltag

Ausreichend Bewegung ist wichtig für die Gesundheit und trägt gleichzeitig beim Hund genauso wie beim Menschen zu einem ausgeglichenen Körpergewicht bei. Es muss aber nicht gleich ein intensives Training sein, oft reicht es schon aus, den Hunde häufiger und länger Gassi zu führen. Praktisch ist dabei die Nordic-Walking-Leine, in der sich Stöcke und Leine nicht verheddern.

Wasserspiel mit dem Hund

Schwimmen macht Mensch und Hund gleichermaßen Spaß – es gibt spezielle Hundestrände, an denen auch die Hunde ins Wasser dürfen.

Hund und Fahrrad

Fahrradfahren ist nicht nur für den Menschen gesund, auch das Tier kann sich hier einmal richtig auspowern. Tempo und Entfernung sollten jedoch nur langsam gesteigert werden.