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Wie bekomme ich meinen Welpen stubenrein?

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Eine der wohl größten und wichtigsten Aufgaben, die am Anfang einer jeden Hundeerziehung steht: den Welpen stubenrein bekommen! Wie aber funktioniert es, dass unser junger Hund begreift, dass er sein Geschäft nicht auf dem Wohnzimmerteppich, sondern draußen im Grünen verrichten soll? Mit Geduld, Liebe und ein paar einfach Tricks, die wir dir hier gerne verraten.

Dass ein Welpe in den ersten Wochen immer mal wieder eine kleine Pfütze in unseren vier Wänden hinterlässt oder den Teppich mit der Wiese verwechselt, ist völlig normal. Aber keine Sorge: In der Regel ist ein Welpe zwischen der 16. und 20. Woche stubenrein – vorausgesetzt, du packst die Mission „stubenreiner Welpe“ richtig an. Wir haben nachfolgend die wichtigsten Punkte für dich zusammengestellt:

Stubenreinheit funktioniert nicht über Bestrafung!

Das Wichtigste gleich vorweg: Den Welpen zu bestrafen, wenn er zu Beginn in die Wohnung macht, ist der völlig falsche Weg. Das wäre in etwa so absurd, wie ein Neugeborenes auszuschimpfen, weil es die Windeln voll hat. Wie in allen anderen Bereichen der Hundeerziehung lautet auch hier die Losung: Loben statt bestrafen! 

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Sollte es also doch passieren, dass dein Welpe in die Wohnung gemacht hat, reicht es völlig, ihn mit einem lauten „Nein!“ oder einem Klatschen in die Hände zu unterbrechen, hochzuheben und schnellstmöglich nach draußen zu tragen. Das muss allerdings direkt geschehen, denn selbst, wenn du nur ein paar Sekunden wartest, bevor du ihm signalisierst, dass er etwas falsch gemacht hat, wird er dies schon nicht mehr mit dem kleinen Malheur in Verbindung bringen und verwirrt sein.

Ein weiterer Mythos, der sich leider hartnäckig hält: Den Hund mit der Schnauze in die Pfütze tauchen. Egal, ob es sich dabei um einen Welpen oder um einen älteren Hund handelt, der plötzlich anfängt in die Wohnung zu machen – dieses Verhalten ist grausam und stellt einen Vertrauensbruch zwischen Hund und Halter dar. Lautes Schimpfen und Bestrafen hat beim Thema „Stubenreinheit“ absolut nichts verloren.

Die Wohnung präparieren

Statt eines neuen Teppichs kaufst du jetzt erst einmal einen großen Vorrat an Küchenrolle. Die wirst du in den nächsten Wochen nämlich dringend gebrauchen können. Teppiche und weiche Untergründe (Yogamatte oder Fußabtreter) solltest du ohnehin erst einmal beiseite räumen, nachdem dein Welpe bei dir eingezogen ist. Genau diese Stellen verführen unseren Liebling nämlich ganz besonders dazu, sein Geschäft auf ihnen verrichten zu wollen.

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Unser junger Hund muss erst lernen, an welchen Stellen er sich lösen darf und wie er sich uns mitteilt, wenn er mal muss. Vor allem aber müssen auch wir lernen, unseren Hund besser zu verstehen, damit wir seine Signale auch richtig und rechtzeitig deuten können.

„Pinkelteppiche“ sind kontraproduktiv!

Man hört immer wieder von Hundehaltern, die sich sogenannte „Pinkelteppiche“ zulegen, auf denen der Welpe ruhig sein Geschäft verrichten darf. Das ist absolut kontraproduktiv, denn so gewöhnt man dem Hund lediglich an, dass er in die Wohnung machen darf. Außerdem kann der Hund nicht verschiedene Teppiche voneinander unterscheiden und wird im Zweifel jeden Teppich als Hundetoilette benutzen.

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Stubenrein in fünf Schritten. So funktioniert’s richtig!

1. Möglichst häufig nach draußen gehen

Gerade mit einem Welpen sollte man versuchen, alle zwei bis drei Stunden nach draußen zu gehen, um dem Hund die Möglichkeit zu geben, sich zu erleichtern.

Es gibt drei entscheidende Situationen, in denen junge Hunde fast immer austreten: nach dem Spielen, nach dem Essen und nach dem Aufwachen.
Nutze diese Zeitpunkte, um mit deinem Welpen rechtzeitig nach draußen zu gehen.

2. Auf den Untergrund achten

Achte auf den Untergrund, auf dem dein Hund sein Geschäft verrichtet. Dieser sollte bestenfalls weich sein. Wiesen, Blätter oder der Waldboden sind gut geeignet. Entleert sich dein Welpe immer wieder auf harten Untergründen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass er wieder in die Wohnung macht.

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3. Lobe ihn für sein Geschäft

Nach dem Pipimachen darfst du ruhig eine kleine Party feiern. Sprich: Lobe deinen Welpen ausgiebig mit einem Leckerchen oder mit „Feines Pipi!“. Das führt dazu, dass er sein Geschäft bald auch auf deine Aufforderung hin macht. Aber Achtung: Lobe ihn erst nach seinem Geschäft und nicht währenddessen! Einige Hunde unterbrechen dann nämlich.

4. Gib deinem Hund Zeit

Du bist schon eine gefühlte Ewigkeit mit deinem Hund draußen, aber er will einfach nicht sein Geschäft verrichten? Welpen sind oft wie kleine Kinder, die beim Spielen alles andere vergessen – auch den Toilettengang. Die Welt draußen ist nun einmal spannend und wenn es gerade actionreich zugeht auf dem Hundeplatz, gerät das Pipimachen schnell mal in Vergessenheit. Suche dir also eine ruhige Stelle, an der dein Hund seine Ruhe hat und wo er nicht abgelenkt ist. Gib ihm einfach ein bisschen Zeit.

5. Erkenne die Anzeichen

Wer seinen Hund aufmerksam beobachtet, erkennt mit der Zeit die Anzeichen, wenn er sich entleeren möchte. Viele Hunde nehmen dann die Nase runter, werden leicht nervös und fangen an zu schnuppern. Das ist der Zeitpunkt, an dem du ihn sanft hochheben und schnell nach draußen bringen solltest.

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